Mädchen und Junge hüpfen vor Freude

Fazit 2015


Schotte spielt Dudelsack

Fünf spannende, interessante, sehr erlebnisreiche und manchmal auch anstrengende Wochen liegen hinter uns.

 

Das Gefühl in beiden, uns bis dahin fast durchgängig unbekannten, Ländern nur an der Oberfläche gekratzt zu haben ist sehr stark.

 

Und auch die Erwartungen mussten im Laufe der Wochen angepasst werden, denn durch Irland und Schottland fährt man nicht einfach so durch.

Diese beiden geschichtsträchtigen Länder bieten einem auf Schritt und Tritt die Möglichkeit der Besichtigung und Information. Und das

Gefühl diese Informationen nicht alle aufnehmen zu können, bzw. nicht ständig anhalten zu können, hat mir am Anfang schon ein schlechtes Gewissen gemacht.

 

Dafür waren die Tage zu kurz und die Strecke zu lang. Obwohl wir deutlich weniger Kilometer gemacht haben als in Skandinavien.

 

Landschaftlich war die Reise ein überwältigendes Erlebnis. Ich denke, dass das aus meinen Tagesberichten auch hervorgeht.

Die Empfindung für Irland als über und über grüne Insel wird wirklich real, wenn man durch diese Landschaft fährt. Da ist diese Aussage dann tatsächlich kein Werbespruch sondern zum Greifen nah.

 

Schottland zeigt sich wuchtig und schwer. Auch hier eine Landschaft, die gigantisch groß und überwältigend ist. Egal ob man über Berge, durch Schluchten, an Buchten oder über Hochmoore fährt. Der Mund geht immer wieder auf vor lauter Staunen.

 

Und natürlich ist dann auch hier, wie schon in Norwegen, nichts gerade und eben. Für einen Motorradfahrer also das perfekte Revier, um sich auf meist gut ausgebauten Straßen mit schönem rauen Asphalt von Kurve zu Kurze zu wedeln.

 

Dass wir dort auf der linken Seite der Straße fahren mussten, hat mir im Vorfelde - also noch in Deutschland - viel mehr Kopfzerbrechen gemacht als es erforderlich gewesen wäre.

Ich konnte mir in Deutschland nicht vorstellen nach links in einen Kreisel hineinzufahren.

Ich konnte mir aber am Ende der Reise auch nicht mehr vorstellen in Holland wieder nach rechts in einen Kreisel zu fahren.

Der Linksverkehr stellt sich automatisch ein und ist überhaupt nicht kompliziert.

Da kann ich jeden Reisenden beruhigen. Gerade mit dem Moped ist das kein unüberwindliches Problem.

 

Einzig das Wetter hat mich manchmal an meine Grenze gebracht. Und dies natürlich auch in der Kombination unserer Übernachtungen ausschließlich im Zelt. Die Kälte und auch die Nässe waren teilweise sehr unangenehm und haben uns insbesondere die Abende zeitweise verleidet.

Das würde ich – sollte ich noch einmal nach Irland und Schottland kommen – anders machen. Ein Zelt würde ich konsequent zu Hause

lassen und mir ausschließlich Übernachtungen mit Bed and Breakfast gönnen.

Alleine die Zubereitung des Abendessens würde ich beibehalten. Denn da bin ich gerne autark, um nicht auf die Küche anderer und Restaurants angewiesen zu sein.

 

Aber das muss man sich dann auch leisten können, zumal wir hier kaum Angebote von Hütten gesehen haben, wie es in Skandinavien

selbstverständlich ist.

 

Jeder Ire und auch Schotte, mit dem wir uns unterhalten haben, hat uns aber auch immer wieder versichert, dass sie schon lange nicht

mehr so einen schlechten Sommer hatten. Na ja, das mag wohl so sein. Oder erzählen sie es immer den Gästen?

 

Wir sind also nach 5 Wochen wohlbehalten wieder zu Hause angelangt und planen schon die nächsten Motorrad Reisen.

Alleine diese Aussage ist doch Grund genug um festzustellen, dass wir uns gut verstanden haben und trotz aller Unbilden uns weitere Ziele setzen werden.

 

Ich werde berichten, wenn wir mit den Planungen weiter sind.

 

Auf den nachfolgenden Seiten findet ihr eine Zusammenstellung unserer Unterkünfte und wie immer eine Linksammlung

interessanter Internetseiten.

 

 

PS.: Wir haben unterwegs ein Paar aus Köln kennen gelernt, die wie wir mit zwei Motorrädern und Zelten unterwegs waren. Die Beiden haben ihre Planung so aufgebaut, dass sie sich strategisch günstige Zeltplätze ausgewählt haben, von denen sie mehrere Touren unternehmen konnten. Der Vorteil ist dabei, dass man mit seinem Equipment nicht permanent umziehen muss. Wir mussten den Beiden Recht geben, da Schottland wirklich nicht so groß ist und diese Art der Erkundung fast sinnvoll und angebracht ist. Für uns kam der Tipp dann doch zu spät. Beim nächsten Mal – wenn ich denn ein Zelt mitnehmen ;-) – werden wir es genauso machen.