Visitorcenter Cliffs of Moher
Visitorcenter Cliffs of Moher

Tag 10 - 07.07.2015 - Doonaha – Westport - 300 km


Den ganzen Tag Regen

Es regnet und stürmt zum Einschlafen gestern Nacht.

Bevor wir in die Kojen gestiegen sind, kam noch der Campingplatzbesitzer zu uns, um uns voller Enthusiasmus von der Landschaft rund um seinen Zeltplatz und bis zum Leuchtturm Loop Head zu berichten. Seine Ausführungen waren so begeisternd, dass wir uns die Rundreise über diese Halbinsel zu Beginn des Tages vornehmen.

 

Wir schlafen ruhig und gut. Man kann sich an den Sturm und das ruckelnde und schwankende Zelt gewöhnen.

 

Als ich um 6 Uhr wach werde ist es hell und freundlich draußen. Der Wecker klingelt aber um 7 Uhr, so drehe ich mich noch einmal auf die Seite.

Auch um 7 Uhr ist es noch sonnig und schön. Duschen, Frühstücken und Packen.

 

Gerade als wir das Zelt abbauen wollen, fängt es wieder ganz doll an zu regnen. Wir flüchten ins Zelt. Als der Regen etwas nachlässt, bauen wir auch das Zelt ab und packen alles auf die Motorräder. Schade, das Zelt hätte ich gerne trocken verpackt.


Für die Fahrt ziehen wir gleich Regenzeug über, da die Regenwolken ohne erkennbares Ende tief am Himmel hängen.

 

Landkarte von Loop Head

So fahren wir jetzt die Strecke, die uns der Campingplatzbesitzer so sehr ans Herz gelegt hat.

Die Strecke ist wunderschön und die Klippen, bzw. der Küstenstreifen mit den Klippen ganz beeindruckend sehenswert. Nur das Wetter lädt nicht dazu ein, hier zu verweilen, ganz zu schweigen von der Chance auf schöne Fotos.

 

Im nächsten Stepp fahren wir bei Dauerregen zu den Klippen of Moher. Hier am Visitorcenter (Eintritt pro Motorrad 4 €) trinken wir erst einmal eine heiße Schokolade und wärmen uns etwas auf. Die Außentemperatur beträgt nur 14 Grad und in Kombination mit dem weiterhin ganz starken Wind, kühlt es sehr aus auf dem Moped.

 

Nachdem wir uns etwas aufgewärmt haben, besteigen wir die Klippen.

Ein beeindrucken schöner Blick. Viele, viele Menschen. Kein Wetter für Bilder. Es regnet ohne Unterlass.

 

Daher treten wir nach nicht langer Zeit die Weiterreise an. Wir folgen der „Wild Atlantic Route“ bis Galway.

Ab Galway kürzen wir die Strecke bis Louisburgh etwas ein, weil uns der Regen ohne Unterlass begleitet.

Die Landschaften verändern sich wieder. Im Tenor bleiben sie aber immer tief grün und unbeschreiblich schön.

 

Vor Galway stellen wir fest, dass der Ire unzählige Steinmauern zu Abgrenzung der Felder errichtet hat. Welch eine Arbeit und Mühe, bzw. welch ein Indiz auf den kargen, schlechten Boden hier.

Zwischen Leenaun und Louisburgh fahren wir den Doo Lough Pass. Unwirklich schön, fast wie in Norwegen, diese Hochmoore und Berge, aus denen das Wasser schießt.

 

In Louisburgh kaufen wir für den Abend ein. Der Zeltplatz, auf dem wir eigentlich übernachten wollten stellt sich als Flop heraus.

 

Wir beschließen noch bis Westport zu fahren und dort einen Campingplatz zu suchen. Dort angekommen stellt sich dieser als sehr schön heraus. Leider gibt es keine Waschmaschinen. Dafür aber freies Wifi, damit ich Navigon auf dem iPhone wieder in Schwung bringen kann.

Das Programm war mir bei einer Überhitzung des iPhones in Caherdaniel durcheinander geraten, so dass ich die Karten neu Laden muss. Und dies lässt sich mit dem freien Wifi jetzt gut machen.

 

Wir bauen also auf und versuchen, uns zu trocknen.

Perfekt zum Aufbauen des Zeltes hört es genau dann auf zu regnen.

Claus versucht mit dem Fön von innen die Handschuhe zu trocknen, was sehr mühsam ist.

 

Wir trockenen und lassen den Abend mit feuchten Hintern (der Stuhl ist nass geworden) ausklingen.