Inveraray Castle
Ausschnitt Inveraray Castle

Tag 16 – 13.07.2015 - Saltcoats – Oban - 278 km


Dauerregen bis zum Nachmittag, dann tatsächlich Sonne

Doch es kann!

Es hat in der Nacht angefangen zu regnen und hört gar nicht mehr auf.

 

So müssen wir beim Regen im Zelt frühstücken und dann abbauen.

Unsere Motorradsachen plus Regenzeug deponieren wir im Waschmaschinenraum.

So packen wir alles triefnass ein und ziehen uns dann fertig an.

 

Im Regen starten wir so gegen 9 Uhr zurück nach Kilwinning.

Es gilt immer noch die „Ur“ Loge „ Mutterloge“ in Kilwinning zu finden.

 

Das Navi wurde neue programmiert und führt uns in eine Fußgängerzone, die Claus mutig mit dem Moped befährt und ich grummelnd hinterher.

Dann stellen wir die Motorräder ab und suchen das Gebäude zu Fuß.

Es ist ein altes Gebäude mit wenig Schmuck am Haus, von dem wir dann mehrere Fotos machen.

 

Danach geht die Fahrt weiter erst einmal nach Glasgow.

Wir umfahren die Stadt und fahren im leichten Dauerregen nach Luss am Loch Lomond. Eine schöne Strecke mit einer wunderschönen Landschaft.

 

In Luss machen wir ein paar Bilder. Als wir wieder starten, fährt Claus seelenruhig auf der rechten Straßenseite! Ich rufe ihm über das Sena zu, dass er nach links kommen soll. Ein großer Schreck bei ihm. Zum Glück kam niemand auf der Straße von vorne.

 

Dann fahren wir nach Tyndrum zum dortigen Green Welly Stop, einem Motorradtreffpunkt, Ausflugsziel, Kaffee- und Kuchenrestaurant, Tankstelle, Gift-Shop – einfach alles was das Herz begehrt. Wir trinken Kaffee, essen Kuchen und wärmen uns auf. Das tut richtig gut.

 

Nach einer guten Pause geht es im Regen weiter zum Inveraray Castle. Die Strecke ist wunderschön und wir finden uns am Schloss ein, um es zu besichtigen. Wir werden ganz freundlich begrüßt und sehen uns das Schloss (in einem Teil noch bewohnt) innen und außen an. Auch diese Pause wärmt uns und tut gut.

 

Danach geht es weiter auf der A83 mal mehr und mal weniger an der Küste entlang. Die Ausblicke sind toll (wenn das Wetter doch besser wäre) und die Landschaft einfach klasse.

 

Auf der Höhe von Cairnbaan, mitten auf dem Lande, sehe ich auf einmal ein Segelschiff unter Motor etwas über uns (in der Höhe) parallel zur Straße fahren. Ich staune und rufe Claus zu, dass er sich das Ganze ansehen soll.

Wie sich herausstellt, fährt das Segelschiff auf einem Kanal und steuert gerade eine Schleuse an. Wir biegen von der Straße ab und sehen beim Schleusen zu. Der Kanal verbindet den Sound of Jura und Loch Fyne mit 7 Schleusen bergauf und 8 Schleusen bergrunter. Ein immer willkommenes Schauspiel.

 

So, dass ist jetzt aber die letzte Pause. Die Sonne kommt heraus und wir fliegen nach Oban. Und das kommt schneller als gedacht.

 

Wir kaufen ein und fahren dann direkt zum Fähranleger um festzustellen, wann die Fähre morgen auf die Ile of Mull geht. Ich frage dazu noch, was die Fahrt kostet, um dabei zu erfahren, dass die Fähren bis 12 Uhr mittags alle ausgebucht sind.

 

Wow! Das ist ja ein Ding. Man muss in Schottland die Fähren reservieren und rechtzeitig buchen.

Das kennen wir von den „Inlandsfähren“ so gar nicht. In Norwegen fährt man einfach an die Fähre und wird mitgenommen.

 

Also bleiben wir morgen in Oban und klären lieber, dass wir zuverlässig auf die Hebriden zum Folkfestival kommen.

 

Der heutige Zeltplatz liegt etwas außerhalb von Oban und ist wundervoll ruhig und ganz toll angelegt.

So wie wir es mögen.

Dazu jetzt die Sonne. Das Herz geht einem auf.