Callanish Standing Stones
Callanish Standing Stones

Tag 19 – 16.07.2015 - Flashader – Stornoway - 153 km


Sonne, Wolken, trockenes gutes Wetter

Für mich ist die wirklich kalte Nacht um 5:50 Uhr zu Ende.

Ich ziehe mich schon vor der Dusche warm an, um den Weg zum Waschhaus zu überstehen.

 

Die Sonne geht auf und es sieht wieder nach einem schönen Tag aus. Das Waschhaus ist geheizt, so dass das Duschen ein Hochgenuss ist.

Um kurz vor 8:00 Uhr starten wir nach Uig.

 

 

Von Uig wollen wir mit der Fähre nach Tarbert auf die äußeren Hebriden.     

Bei der Buchung, die wir in Oban ja bereits gemacht haben, wurde uns eine Fähre um 18:45 Uhr zugewiesen.

Wir könnten es aber schon bei der Vormittagsfähre probieren, war der Tipp des Fahrkartenverkäufers in Oban. Mit Glück würden wir einen Platz bekommen. Und so wollen wir unser Glück probieren. Als wir um 8:30 Uhr an dem Fährhafen ankommen und fragen, wird uns ohne viel Diskussion eine Linie zugewiesen.

 

Also Glück gehabt.

Die Fähre legt um 9:45 Uhr ab.

 

Die Motorräder werden auf den Hauptständer gestellt und von Mitarbeitern der Fähre fest gezurrt. So erleben wir es fast immer.

Die Überfahrt dauert circa 1 Stunde und 40 Minuten. Mit einem kleinen Nickerchen und dann einer Kaffee- und Kuchenpause vergeht die Zeit schnell.

 

In Tarbert angekommen fahren wir gen Stornoway.

In Stornoway wollen wir den Freitag über bleiben und ein Folkfestival besuchen.

 

Auf halbem Weg biegen wir noch von der Straße ab und fahren in Richtung Acha Mor und weiter nach Garrynahine, um dort die Callanish Standing Stones anzusehen.

 

Ein 4000 Jahre alter Steinkreis, beziehungsweise ein aus stehenden Steinen aufgestelltes keltisches Kreuz, der gleich nach Stonehenge in der Bedeutung der vielen Steinkreise in England und Schottland kommt.

Zur Abwechslung mal kostet dieses Monument keinen Eintritt. Wir nehmen uns Zeit bei diesem guten Wetter und wandern über die Anlage.

 

Danach gönnen wir uns noch Kaffee und Kuchen.

Die restliche Fahrt nach Stornoway verläuft ohne Probleme über ein beeindruckend großes Hochmoor. Hier oben auf den Hebriden ist es flach und sehr sehr moorig.

 

In Stornoway kaufen wir ein und suchen dann den nahe gelegenen Zeltplatz auf. Durch das Festival ist der Platz eng bestückt und wir quetschen uns zwischen andere Zelte. Das ist für mich immer etwas schwierig, aber ich überwinde den spontanen Fluchtreflex und baue mit auf.

Und es ist sofort ein netter Kontakt zu den Menschen in den daneben stehenden Zelten da.

 

Nach einem etwas zeitigen Abendessen gehen wir zu Fuß in die Stadt.

 

Der Weg ist circa 1 Meile bis in die Innenstadt. Jetzt suchen wir das Festivalgelände auf und holen unsere Eintrittsbändchen für den Freitag ab. Anschließend gehen wir in die überraschend ruhig scheinende Innenstadt. Es ist fast nichts los hier, was uns sehr wundert.

 

Nach ein wenig Suche entdecken wir einen Pub, der uns von unserem Zeltnachbarn empfohlen wurde.

 

Wir verbringen in diesem Pub einen wirklich feucht (leider) fröhlichen Abend. Im Pub sitzen Musiker vom Festival, die den ganzen Abend zusammen Musik machen (siehe Video unten). Die Stimmung ist total schön.

 

Eine Unterhaltung mit drei älteren Schotten ist extrem mühsam, da sie einen wirklich schwierigen Dialekt sprechen.

Später kommt noch ein Ehepaar aus Norwegen (die hier mit dem Fahrrad Reisen) und wir unterhalten uns sehr gut.

 

Für morgen wird von allen Seiten extrem schlechtes Wetter vorher gesagt.

Und die ersten Tropfen fallen schon, als wir beim Zelt ankommen.