Coffee to go, Boot, Fähre, Blumen
Ein wenig Farbe für den Regentag

Tag 21 - 18.07.2015 - Stornoway - Flashader - 181 km


Anfangs kurz trocken, dann Dauerregen, Nieselregen, Nebel, schlechte Sicht

In der Nacht hat es schon etwas geregnet.

Als wir wach werden ist es trocken, aber der Himmel hängt voller Wolken.

 

Wir bauen ab und starten unsere Tour, um wieder auf die Ilse of Skye zu kommen.

Wir haben zwei Fährüberfahrten dabei.

Um 11:20 Uhr müssen wir in Leverburgh sein, um die erste Fähre nach Berneray zu bekommen.

Auf dem Weg nach Leverburgh hängen die Wolken nach kurzer Zeit so tief, dass wir uns Regenzeug anziehen.

 

Und daran haben wir gut getan, denn der Regen beginnt.

 

Der Norden der Hebriden war fast flach und durch Moore geprägt.

Der Süden der Insel Lewis hat hohe Berge, und ist sehr felsig.

 

Auf Harris wird es noch steiniger und sehr einsam.

Eine bizarre Landschaft, die wir durch den Regen betrachten.

 

An der Westküste gibt es auf einmal türkise Wasserflächen, die sich mit hellgelben Wasserflächen abwechseln. Die hell gelben Flächen sind sehr flach und haben strahlend sauberen Strand als Grund.

Auch ohne Sonne ein schönes Schauspiel, das sich mit der Kamera jetzt bei Regen nicht einfangen lässt.

Von Leverburgh fahren wir mit einer kleinen Fähre circa 1 Stunde nach Berneray.

 

 

Dort starten wir bei stetigem Regen eine Runde über die Insel.

Meist ist die gute Straße  als Singletrack  ausgestattet, so dass man mit Entgegenkommenden eine Einigung finden muss.

Aber das gelingt ohne Probleme.

 

Wir kaufen ein und haben dann noch Zeit in Lochmaddy (der nächste Fährhafen) einen großen Kaffee und zwei Stücke Kuchen zu essen.

 

Es regnet weiter.

Wir sind pünktlich am Fährhafen und kommen mit einem italienischen Ehepaar ins Gespräch, die mit einer nagelneuen GS Adventure auf Reisen sind. Als die Fähre beladen wird, kommen wir leider erst am Schluss daran auf die Fähre zu fahren. So stehen wir hier im Regen und die Wartezeit wird lang.

 

Die See ist jetzt schon etwas unruhiger bei dieser Überfahrt und das Schiff  schaukelt schon spürbar.

In bequemen Sesseln lassen wir uns nieder und ruhen uns etwas aus.

 

Und genau hier endet meine Aufzeichnung, die ich heute (um am Abend Zeit zu sparen) auf dem Schiff mache. Ich lege mein Tagebuch unter den bequemen Sessel, um es dann bei dem Verlassen des Schiffes dort zu vergessen.

 

Der Schreck auf dem Campingplatz am Abend ist entsprechend riesig. Ich fasse es nicht, dass ich mein Tagebuch auf dem Schiff vergessen konnte.

Ich berate mich mit Claus. Alle Service Telefonnummern der Reederei haben jetzt am Abend Ansagebänder laufen.

 

Wir beschließen gleich am Morgen wieder zurück zum Fährhafen zu fahren, um dort im Terminal um Hilfe zu bitten.

 

Ich bin traurig und überlege was ich mache, wenn ich das Tagebuch nicht wieder bekomme. Die Nacht wird unruhig für mich. 

Ich träume wirre Dinge.