Sumpfpflanze, Schotte, Fall of Shin, Moray Firth
Stationen des Tages

Tag 24 – 21.07.2015 - Durness – Inverness - 319 km


Trocken, deutlich mehr Wolken als Sonne, kalt

In der Nacht regnet es immer wieder.

Zum Aufstehen ist es fast trocken, so dass wir draußen frühstücken können.

 

Als alles verpackt ist, ist es wieder 9:00 Uhr und wir starten unsere Tour.

Entgegen unserer ursprünglichen Planung noch auf die Orkney Inseln zu fahren, haben wir für heute eine Tour nach Inverness geplant.

 

Irgendwie -durch kompliziertere Fährverbindungen und dann durch mein „Vergessen“ des Tagebuches - ist uns Zeit abhanden gekommen.

Und so haben wir gestern Abend zusammen gesessen und rückwärts gerechnet und mit Erschrecken die fehlende Zeit festgestellt.

 

Also keine Orkneys. 

Die geplante Tour führt uns erst einmal an der Küste weiter entlang von Durness nach Reay.

Tolle Aussichten - heute bei sehr bedecktem Himmel kein Fotowetter - einsame Landstriche, brillante Buchten mit hellem Sandstrand und türkisen Wasser.

 

In Reay  tanken wir und fahren ein kurzes Stück zurück, um über die 897 nach Kinbrace zu kommen. Ein Singletrack natürlich durch einsame Landschaft. Nach 2/3 Strecke entdecken wir in Forsinard ein Info Center mit Kaffee und Toiletten.

Hier wird über das Hochmoor informiert.

Sehr schön gemacht und for free.

Wir wärmen uns etwas auf und trinken Kaffee.

 

In Kinbrace biegen wir rechts ab auf die 871 in Richtung Syre.

Das ist ein Streckenabschnitt, der durch seine Weite und Einsamkeit einen unbeschreiblichen Eindruck bei uns hinterlässt.

Da ist nichts, kilometerlang wirklich gar nichts!

Diese Verlorenheit wird vielleicht durch das trübe Wetter gestärkt. Uns macht es still und wir cruisen langsam den Singletrack entlang. Gefühlt begegnet uns auf dieser weiten Strecke kein Auto.

 

Von Syre geht es zum Loch Naver. Wir folgen erst einem Fluss und dann dem Loch. Es weht schon den ganzen Tag extrem. Wir fahren oft schräg geneigt mit den Motorrädern. So auch jetzt auf den Hochmooren.

Eine faszinierende Gegend mit einer beeindruckenden Einsamkeit.

 

Ab Altnaharra – wir wollen nach Lairg – wird es etwas belebter.

Hinter Lairg besuchen wir den Fall of Shin, ein Wasserfall, an dem die Lachse springen sollen. Als wir uns auf dem Parkplatz positionieren, kommen zwei Bikes gefahren mit einem Paar aus Köln.

Wirklich nette Leute, mit denen wir sofort im Gespräch sind und die ähnlich wie wir mit Motorrädern und Zelt Europa bereisen.

 

Wir haben viel auszutauschen und sehen uns den kleinen Wasserfall gemeinsam an. Danach noch einen gemeinsamen Kaffee, bevor sich unsere Routen trennen.

Für Inverness geben Sie uns noch einen Tipp für einen Campingplatz, nicht wissend, dass wir diesen Platz bereits als Zielpunkt haben. So freuen wir uns über diese Empfehlung.

 

Weiter geht es über Bonar Bridge, Ardgay, Edderton auf die A9 Richtung in Inverness.

In Alness kaufen wir im Coop Markt ein (eine wirklich gute Auswahl an Lebensmitteln) und fahren die restliche Strecke zum Zeltplatz.

 

Ein guter Platz direkt am Moray Firth in ruhiger Lage.

Von hier aus wollen wir morgen eine Tour rund um Loch Ness und Monadhliath Mountains starten. Jetzt ist es dicht bewölkt aber ohne Regen. Es ist frisch.

Ein schwedischer Biker ist noch angekommen. Wir sitzen mit Blick auf das Wasser.

 

Alles ist gut.