Schornsteine
Ich mag diese Ansammlung an Schornsteinen ;-)

Tag 26 – 23.07.2015 - Inverness – Stonehaven - 302 km


Sonnig, wenige Wolken, frisch

Und wieder scheint die Sonne am Morgen nach einer recht kalten Nacht.

 

Wir haben mehrere Optionen für diesen Tag überlegt. Zuerst aber wollen wir vor unserer Abreise oben in der/dem Rezeption/Shop nach Spiritus fragen.

 

Der gute Mann kann uns selber keinen verkaufen, zeigt uns aber den Weg zu einem großen Outdoorhandel in Inverness.

 

 

Dieser liegt fast auf unserem Weg. Als wir dort um kurz nach 9 Uhr ankommen, ist sogar schon geöffnet. Der Spiritus ist ausverkauft, soll aber bereits mit der heutigen Lieferung wieder eingetroffen sein. Ein Mitarbeiter wird auf die Suche geschickt.

Das Personal ist sehr zuvorkommend. Diese Zeit nutzen wir, um für Claus eine Daunenweste auszusuchen, die er unter seiner Motorradjacke tragen kann, da er oft beim Fahren über einen kalten Rücken klagt. Die Suche im Lager dauert lange und ist leider nicht von Erfolg gekrönt. Man bietet uns an, uns telefonisch zu informieren….

Aber da wir weiterreisen wollen, scheidet dieses nette Angebot leider aus.

 

So starten wir mit einer Stunde Verspätung unsere Tour.

 

 

Von Inverness geht es zuerst nach Nairn über die A96, um erst einmal aus der Stadt heraus zukommen.

Von Nairn aus fahren wir über kleine Nebenstraßen nach Grantown–on–Spey. Eine wunderschöne Strecke mit vielen Kurven und einer schönen bewaldeten oder landwirtschaftlich genutzten Landschaft.

 

In Grantown-on-Spey gibt es den obligatorischen Kaffee und Kuchen.

Ein schöner Ort, der sehr touristisch aufgebrezelt ist. Weiter geht es über die A95 über Keith nach Banff. Auch hier eine tolle Strecke, die Spaß beim Fahren macht.

 

 

Banff liegt an der Nordseeküste und ist wirklich schön.

Hinter Banff fahren wir über kleine Straßen direkt an der Küste entlang in Richtung Fraserburgh.

 

Ich spüre schon eine ganze Zeit meinen Heuschnupfen aufkeimen. Die Sonne scheint, die Flächen werden jetzt ausschließlich landwirtschaftlich genutzt und mir geht die Nase zu und die Augen jucken. Kurz vor Fraserburgh gibt es kein Halten mehr. Ich muss meine Tasche vom Moped abtakeln, um an meine Heuschnupfentabletten zu kommen. Ich schniefe und pruste.

 

 

Wir beschließen jetzt hier direkt auf kürzestem Weg nach Stonehaven zu fahren. Also keine Abstecher mehr an die Küste, die landschaftlich sehr an Schleswig-Holstein auf der Ostseeseite erinnert.

 

Nach und nach wirkt die Tablette und bei der Durchquerung von Aberdeen kann ich mich schon wieder ganz entspannt umsehen.

 

Der Campingplatz in Stonehaven ist schnell erreicht und macht auf den ersten Blick einen exzellenten Eindruck.

Der Platz kann echt empfohlen werden. Wir können zu Fuß zum Einkaufen gehen und in einem direkt nebenan liegenden Café freies Wifi nutzen.

 

Am Abend wird es wieder so richtig, richtig rattenkalt, so dass ich mit Fleece Jacke und zusätzlicher Leggins in den Schlafsack flüchte.