Highlandgame in Lochearnhead
Highlandgame in Lochearnhead

Tag 28 - 25.07.2015 - Lochearnhead Highlandgame - 51 km


Sonne, Wolken, wenig Regen

Ausschlafen ginge heute, aber irgendwie nicht mit mir.

So sitzen wir schon um 8 Uhr beim Frühstück, heute mit Ei und Brötchen. Total lecker!!

 

Die Sonne kommt immer mehr durch die Wolkendecke durch und mit Sonne wird es richtig warm.

 

Das Highlandgame beginnt erst um 12 Uhr. So haben wir Zeit ein wenig rumzudaddeln.

 

Um 10:30 Uhr beschließen wir noch, vorher wieder in Killin einkaufen zu fahren. Dabei verzichten wir bei dieser recht kurzen Tour auf Motorradhosen und Stiefel.

Nach wenigen Kilometern merken wir, dass wir das Zahlenschloss mit Draht zum Anschließen der Helme und Jacken vergessen haben. Also noch einmal Retoure.

In Killin kaufen wir wieder ein und ziehen auch noch etwas Geld.

 

Dann gibt es dort im Ort noch einen Kaffee mit Kuchen und ein paar Bilder von den dortigen Stromschnellen.

 

So gegen 12:30 Uhr kommen wir dann nach Lochearnhead zurück und stellen die Mopeds direkt neben den Eingang zum Festplatz ab.

 

Ein reger Zulauf ist zu sehen und wir gehen für 11 Pfund Eintritt inklusive Programmheft auf den Platz. Eine große feuchte Wiese. Am Rand diverse Zelte mit Buden mit Eis, Pommes, Kaffee + Tee, Souvenirs, Schmuck, Hüpfburg, Bierzelt etc.. In der Mitte ist ein Großer „Sportplatz“ mit Flatterband abgezäunt.

Auf dem Sportplatz finden an verschiedenen Orten Wettbewerbe satt.

 

 

Einige Männer im Kilt fangen gerade damit an, eine Eisenkugel zu stoßen. Diese Typen scheinen eher Profis zu sein und den Mehrkampf auszutragen.

 

Ein älterer Herr im Kilt informiert über ein Mikrofon über die laufenden Disziplinen.

 

Dann gibt es den Aufmarsch der Clans, die eine Ehrenrunde über den Platz mit einer Dudelsackmarschkapelle drehen.

 

Es werden alle Altersgruppen aufgefordert, bei Wettläufen mitzumachen. Es gibt ein offenes Turnier, in dem man einen mit Stroh gefüllten Sack mit Hilfe einer Forke über eine hochgehängte Stange werfen soll.

Der einfache Hochsprung, Tauziehen, Weitsprung und natürlich auch den ganzen Tag über Tänze von jungen Mädchen, die vor Schiedsrichtern ihre Tänze vorführen.

Eine Flugshow mit einem alten Doppeldecker, der Loopings und andere Kunststücke am Himmel zeigt, fängt ob der Länge und des Lärms dann fast an zu nerven.

 

Fakt ist aber, dass hier auf noch wirklich ursprüngliche Art und Weise ein Kräftemessen und ein Spaß vollzogen werden, der ansteckt und richtig gute Laune macht.

 

Natürlich haben wir wieder unser Picknickdecke oder die Stühle vergessen. Das lange Stehen und Gehen macht müde und zehrt im Rücken. Die Kenner solcher Spiele oder die Einheimischen sitzen am Spielfeldrand.

 

Ca. 2 Stunden vor dem Ende der Veranstaltung kommt der Patron – ein alter Herr im Kilt und Tracht – an der Innenseite des Spielfeldrandes lang geschritten und begrüßte jeden Einzelnen, der an der Außenseite steht oder sitzt.

Ein kurzer Smalltalk und er geht weiter. Eine höfliche Geste, die ich ganz beeindruckend finde in dieser immer mehr anonymisierten Welt.

 

Nach 5 lustigen Stunden, die kurzweilig waren, fahren wir zurück zum Zeltplatz.

 

Ein farbenfroher und lustiger Tag, den ich nicht missen möchte. So ein Highlandgame muss man in Schottland sehen. Und genau so ein kleiner Ort kann da schon etwas Großes auf die Beine stellen.

 

An diesem Abend haben wird den schlimmsten Midgesbefall überhaupt.

Es ist trotz „Anti Brumm“ nicht möglich ruhig auf den Stühlen zu sitzen. Wir essen im Laufen und gehen ganz früh ins geschützte Innenzelt.