Tapete im Stirling Castle
Tapete im Stirling Castle

Tag 30 – 27.07.2015 - Strathyre – Edinburgh - 109 km


Den ganzen Tag Regen

Es regnet die ganze Nacht.

Je länger der Regen anhält umso klarer trenne ich mich gedanklich von der Strecke über den Green Welly Stop und den „Dukes Pass“, den ich noch einmal so gerne gefahren wäre. Das macht bei Regen keinen Sinn.

 

Wir zögern das Aufstehen so lange es geht heraus. Um 8 Uhr wackeln wir dann doch zu den Duschen, frühstücken im Zelt und bauen bei anhaltendem Regen ab.

Gerade zum Endes des Abbauens wird der Regen weniger und sofort stehen wir in einem Myriaden zählenden Midgesschwarm.

 

 

Selbst das Anti Brumm verhindert vielleicht, dass sie stechen, aber das Gefühl die Midges in Nase, Ohr und Mund zu haben ist unerträglich. Beim nächsten Campingurlaub habe ich ein Netz für den Kopf dabei!!

 

So flüchten wir mehr oder weniger vom Platz, um ein paar Kilometer entfernt nochmals anzuhalten und die Midges, die sich unter dem Helm verkrochen haben, aus diesem herauszuholen. Ein ganz fieses Gefühl.

 

Es regnet weiter und mit voller Regenmontur geht es zum Stirling Castle.

Die Strecke ist unproblematisch und wir sind gegen 11 Uhr da.

 

Der Besucherstrom ist schon enorm. Wir sichern Helme und Jacken am Moped und laufen mit den normalen Regenjacken los.

Das Stirling Castle ist ein Besuch wert. In jedem Fall eine Empfehlung von mir.

 

Wir holen uns noch einen Audioguide und lassen uns Zeit bei der Besichtigung des Schlosses. Es ist ein Besuchermagnet und füllt sich schnell. Und dennoch haben wir genug Muße uns die schönen restaurierten Säle und Räume anzusehen.

 

Zum Abschluss stärken wir uns noch mit Kaffee und Kuchen, um dann im Regen über die Autobahn auf dem kürzesten Weg zum vorgebuchten Campingplatz in Edinburgh zu fahren.

 

Kurz vor Erreichen kaufen wir wieder ein. Der Zeltplatz ist ausgesprochen teuer, aber von der Ausstattung sehr gut. Wir bauen im Regen auf – leider – und richten uns ein. Gleich neben unserem Zelt gibt es einen überdachten „Kochplatz“, an dem wir uns erst einmal einen Kaffee kochen.

 

In einem Trockenraum beim Sanitärgebäude können wir unsere Regensachen und Handtücher trocknen.

Das ist ein fast außergewöhnlicher Service, den wir selten auf den Plätzen erlebt haben.

 

Wir kochen uns wieder ein super leckeres Nudelgericht mit Carbonara und sitzen aufgrund der „Kälte“ im Zelt am Abend.