Steinumrandung Newgrange, Irland
Newgrange

tag 5 - 02.07.2015 - rundtour nördlich dublin - 242 km


Sonne, Wolken, gutes Fahrwetter

Ja, wie geht es mir heute Morgen? Die Nacht war überwiegend gut, leichte Hoffnungsschimmer schwirren durch meinen, nicht mehr ganz so geplagten Kopf.

Meine Mutter würde sagen, dass die Entzündung/Erkältung nach unten gerutscht ist. Der Kopf lichtet sich und der Druck auf die Bronchien nimmt zu. Ein ganz übel, fest im schmerzenden Hals sitzender Husten. Es ist also noch nicht gut, aber etwas besser.

 

Claus überrascht mich bei Frühstück mit dem Wunsch den Campingplatz jetzt/heute zu verlassen.

Geplant war eigentlich eine Tour nördlich Dublin ohne Gepäck und eine weitere Übernachtung auf dem wirklich sehr, sehr lauten Campingplatz.

 

Nach einer Diskussion mit allen Für´s und Wider´s entscheiden wir uns dann doch das Zelt stehen zu lassen und starten nach dem geringeren Procedere und Frühstück die Tour nördlich Dublins.

 

Um schnell in den Norden zu kommen, fahren wir erst auf die Ringautobahn und dann auf eine Autobahn entlang der Ostküste hoch. In Drogheda tanken wir und von dort aus soll es zum UNESCO Weltkulturerbe „Newgrange“ gehen. Hier kann man ein Hügelgrab begehen, das älter ist als die ägyptischen Pyramiden.

Das Navi lotst uns zu diesem Hügelgrab. Wir verstauen gerade unsere Sachen, als ein Mitarbeiter dieser Ausstellung uns darauf aufmerksam macht, dass wir erst zum Visitorcenter fahren müssen.

Dort gibt es die Tickets und ein Bus fährt uns dann wieder zu diesem Grab. Also wieder rauf auf die Böcke und Claus navigiert uns nach einer Karte (die er von diesem freundlichen Herrn erhalten hat) zu diesem Visitorcenter. Dort werden wir freundlich empfangen und eingewiesen. Wir kaufen die Tickets und müssen uns um 10:45 Uhr am Bus einfinden. Der Weg dorthin ist kurz und so warten wir mit vielen anderen auf unseren Bus. Alles ist gut durchstrukturiert.

 

10 Minuten Busfahrt wieder zu diesem Hügelgrab, 10 Minuten Vortrag eines jungen Mannes der uns führt, 10 Minuten warten auf die erste Gruppe, die das Grab betritt und dann nochmal 10 Minuten Führung für uns in das Grab.

Es ist schon beeindruckend und vor allem sehr eng in dieser Grabkammer. Menschen mit klaustrophobischer Veranlagung sollten darauf besser verzichten.

Der Führer simuliert für uns noch den exakten Lichteinfall zur Wintersonnenwende am 21. Dezember. Auch dies ist ein beeindruckendes Schauspiel.

 

Danach geht es mit dem Bus zurück. Wir genehmigen uns Kaffee und Kuchen in dem Visitorcenter und starten danach unsere weitere Tour. Da wir nun hier viel Zeit verbracht haben, sollen/müssen andere Punkte auf der Tour gestrichen werden.

 

Jetzt zeigt sich mal wieder wie unkomfortabel das Navigieren von vorher festgelegten Routen auf dem iPhone ist. So kommt es leider zu doppelt gefahrenen Abschnitten und immer wieder zu Stopps, um den Kurs zu korrigieren. Ich habe keinen Vergleich zu anderen Systemen, denke aber, dass es möglicherweise hier bessere, in der Bedienung komfortablere Systeme gibt.

 

Als zweiten und letzten Punkt, der auf der Route durch die vielen Hin und Her´s nun geblieben ist, ist der Hill of Tara.

Den findet letztendlich auch das Navi und wir besteigen diesen Berg und genieße die enorme Aussicht.

 

Im Nachhinein stellen wir fest, dass es besser gewesen wäre, hier einen Audioguide zu nehmen, da auch hier in dem Hügel bedeutend mehr Geschichte steckt und nicht nur die bloße Aussicht das wichtige an dem Hügel ist.

 

So what. Hinterher ist man oft schlauer.

 

Vom Hill of Tara geht es über die Autobahn zurück zu unserem wirklich elend lauten Zeltplatz. Wir kochen und sitzen noch eine ganze Weile in der Sonne!

Von Zuhause haben wir erfahren, dass dort der Hochsommer mit über 30 Grad ausgebrochen ist. Da lobe ich mir das Wetter hier mit einem Mix von Sonne und Wolken.

Und bislang nur ganz wenige Regentropfen.