Passage East Süd Irland
Blick auf Passage East

tag 6 - 03.07.2015 - dublin - tramore - 271 km


Sonne, Wolken, gutes Fahrwetter

Wir schlafen bis 7 Uhr. Alles entspannt, ganz entspannt J

Mir geht es deutlich besser, so dass mir der Aufbruch mit aller Routine locker von der Hand geht.

 

Claus Kommentar zum Zeltplatz: Tina, das schau dir nochmal gut an. Hier kommen wir nie wieder her J

 

Wir verlassen Dublin durch feine Vororte in Richtung Wicklow Mountain.

Unser erstes Ziel ist der Powerscourt Wasserfall.

Leider – wirklich leider – fahren wir im ersten Anlauf am Eingangstor zur Anlage (gebührenpflichtig) vorbei.

 

Die Folge, wir werden in die Irre geführt und landen in einer Senke auf einer kleinen Straße wo ich anhalte, um hinter einer Hecke nachzuschaue, ob der Weg dort zum Wasserfall führt. Claus ist aber vorbeigesaust. Unser Intercom funktioniert gerade jetzt nicht, so dass Claus sich veranlasst sieht zu drehen und dabei das Moped auf die rechte Seite schmeißt.

Ich folge Claus ein wenig später (nachdem mir klar war, dass der Weg hier nicht weitergeht) und finde ihn in der misslichen Lage vor.

Zusammen heben wir das Moped auf und bringen das Gepäck wieder an Ort und Stelle. Claus ärgert sich mächtig. Shit happen´s.

 

Während unserer Packaktion kommen zwei ausgesprochen nette Iren und erklären uns, wie wir zu den gesuchten Wasserfällen kommen. Und im zweiten Anlauf entdecken wir die Zufahrt.

Das Wetter ist heute ganz wunderbar. So laufen wir zu dem Wasserfall, der für Irland beeindruckend sein mag, aber für Skandinavien-Fans eher ein Rinnsal darstellt.

Egal, eine nette Pause, die uns tatsächlich 10 Euro Eintritt gekostet hat.

 

Weiter geht es über kleine Nebenstraßen zur alten „Militärstraße“ von Ost nach West über die Wicklow Mountains.

Wir ziehen vorab in einem kleinen Ort noch Geld und starten diese Tour.

Wir werden in faszinierende Hochmoore, schöne Landschaften und herrliche Ausblicke geführt. Leider liegt die Wolkendecke recht tief, so dass die Aussichten nicht besonders fotogen sind.

Wir genießen die Fahrt und Landschaft in vollen Zügen und kommen auch an Irlands höchstem Wasserfall vorbeiJ, der wieder keinem (Skandinavien) Vergleich standhält.

 

Als nächstes Ziel haben wir die mittelalterliche Klostersiedlung Glendalough auf der Strecke vorbereitet. Wir fahren auf den Parkplatz des Visitorcenter. Hier werden Wanderung zu den Ruinen empfohlen, die uns dann doch zu zeitaufwendig erscheinen.

Zudem wird an diversen Stellen auf diesem Parkplatz darauf hingewiesen, dass man keine Wertsachen am/im Fahrzeug lassen soll. Mein Urvertrauen trifft auf Claus Skepsis und so machen wir keine Wanderung und damit keine Besichtigung der Ruinen, aus Sorge um unsere Gepäckstücke auf den Motorrädern.

 

Wir fahren weiter. Aber die nächste Gelegenheit für Kaffee und Kuchen soll unsere sein. Und in Laragh finden wir ein super Café mit Hot Apple Pie with cream and a pot of coffee.

Kaffee und Kuchen wird von einem Privathaus aus geliefert. Die Tische und Stühle stehen ganz relaxt in einer öffentlichen Grünfläche. Eine bunte Mischung aus Gartenmöbeln aller Art.

Die Gästetoilette des Privathauses kann genutzt werden und hier hängt witziger weise sogar ein Zettel mit den Putzintervallen J

So etwas würde es in Deutschland nicht geben (dürfen).

 

Da wir merken, dass uns die Zeit davonläuft und noch viel Strecke vor uns liegt, werden einige geplante Abstecher eingekürzt und der Rest der Fahrt ohne große Pausen abgespult.

 

Das trägt der Schönheit der Tour durch wunderschöne Landschaften über tolle Straßen aber keinen Abbruch.

Wir kommen recht spät in Tramore an.

 

 

Tanken, Einkaufen, Zeltplatz finden, Aufbauen, Kochen und „jetzt regnet es“ während ich das Tagebuch schreibe.

Diese eigentlich recht wenigen Kilometer füllen mit den geplanten Besichtigungen locker einen ganzen Tag.

Wir diskutieren noch, wie wir die kommenden Tage gestalten werden.

 

Insbesondere für morgen mit den geplanten 360 km werden mehrere Alternativen besprochen.

Ein guter Tag heute.

Trotz aller Ereignisse.

 

Irland ist wunderschön.