Ring of Kerry, Killorgin, hinter Dingle, Traktorsitz nahe Tralee
Stationen des Tages

tag 9 - 06.07.2015 - caherdaniel - doonaha - 317 km


Erst viel Regen und dichter Nebel, später Sonne, Wolken und gutes Fahrwetter

In der Nacht fängt es unglaublich an zu stürmen und zu regnen.

Der Wind ist so heftig, dass wir ganz oft wach werden und die schaukelnden Zeltwände und die sich biegenden Stangen ansehen.

Dabei ist es nicht unbedingt kalt. Aber wir drücken uns ziemlich lange vor dem Aufstehen.

 

Als der Regen weitgehend nachlässt starten wir durch. Alles wird nass eingepackt. Es wird eine logistische Herausforderung die Sachen so zu platzieren, dass wir wenigstens in trockenen Motorradsachen kommen.

Das erste Mal wird das Regenzeug angezogen. Und dann starten wir endlich um 9:40 Uhr.

 

Wir fahren den Ring of Kerry weiter. Die Wolken hängen tief über unseren Köpfen.

Die Sicht ist sehr eingeschränkt. Wir kommen jetzt an den diversen Aussichtspunkten vorbei, ohne irgendetwas zu sehen.

 

Schade, vielleicht wäre das gestern bei dem schönen sonnigen Wetter das Highlight gewesen. Aber so ist es nun mal.

Wir fahren bis Cahersiveen.

 

Jeder Ort wird von uns nach einem Laden für Haushaltswaren abgesucht. In Glenbeigh entdecke ich einen solchen Laden. Und wir haben Erfolg und können ein „rotes Spiritus“ kaufen, das sich gut für unseren Kocher eignet.

 

Weiter geht es über Killorglin, Castlemain in Richtung Dingle. Das Wetter klart auf und ist sogar teilweise sonnig. Wir fahren auf dem Wild Atlantic Way bis über Dingle hinaus nach Fahan und Berryfitter.

 

Eine wirklich wunderschöne Strecke, die als Singletrack unmittelbar an der Küste mit sensationellen Ausblicken entlang führt.

 

Überrascht werden wir in einer Linkskehre von einem Bachlauf, der unmittelbar durch/über die Straße in der Kehre geführt wird. Zum Glück kam uns keiner entgegen, denn automatisch sind wir nacheinander gerade durch das „Bachbett (mit Steinen)“ gefahren und kamen dabei sofort auf die Gegenfahrbahn.

Das war schon eine spezielle Straßensituation, die uns bislang noch nicht begegnet ist.

 

Die Hecken am Straßenrand sind übrigens oft Fuchsien-Büsche, die jetzt ganz wunderschön rot blühen. Alles ist tiefgrün und mit Landwirtschaft und Viehwirtschaft belegt. Ein ganz wunderschöner Landstrich und eine tolle Tour mit richtig guten Motorradstraßen.

 

Wir kommen zurück nach Dingle und machen unsere Kaffee- und Kuchenpause. In diesem Touristenort eine ungewöhnlich teure Angelegenheit. Auch das Regenzeug kann jetzt ausgezogen werden.

 

Von Dingle geht es über den Connor Pass nach Tralee und weiter über Ardfert, Ballyheigue nach Ballybunion. Die Landschaft verändert sich hinter Tralee total. Alles ist auf einmal eben wie Dänemark. Weiterhin Landwirtschaft und Tourismus am Wasser.

 

In Tarbert gehen wir auf die Fähre nach Killimer (9 € pro Bike + Person). Jetzt wird in Kilrush noch für den Abend eingekauft und in Doonaha der Campingplatz aufgesucht.

Es ist fast 19 Uhr als wir ankommen. Da eine dunkle Wolke naht bauen wir in Windeseile das „nasse“Zelt auf.

Kaum steht es, geht der Regen auch schon los. Das nennt man Timing.

 

Nach dem Kochen eines sehr leckeren Gemüsecurrys mit Reis und Salat ist die Welt doch richtig in Ordnung.

 

Wir kämpfen etwas mit den Sena 20s, dass sich oft nicht in der Lautstärke einstellen lässt.

Für mich steht schon fast fest, dass wir dieses Kommunikationsgerät zurückgeben.

Es tut nicht was es soll und das herumprobieren kostet so viel Zeit.

 

Sonst ist alles gut. Die Mopeds laufen wie geschmiert.