Bergwerkmuseum, Kirche Heddal in Norwegen, Fährschiff, Landschaft in Dänemark
Der letzte Tag in Norwegen

Tag 13 - 11.07.2014 - Oslo - Løkken (Dänemark) - 273 km


Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr. Wir wollen ganz früh los, um für die 235 km bis zur Fähre und vorher für die Stabkirche in Heddal ausreichend Zeit zu haben.

 

Entgegen der Zusage der Rezeptionistin sind die Duschen doch noch verschlossen.

Der Start in den Tag muss also ohne Dusche gelingen. Das ist irgendwie ärgerlich, aber nicht zu ändern. So sind wir um 7 Uhr mit allem fertig und starten unsere letzte Tour in Norwegen.

 

Eigentlich sollte es direkt auf die E 18 gehen, aber Claus verpasst eine Abfahrt im Kreisel und so machen wir über den Ring 2 noch eine kleine Stadtrundfahrt, vorbei am technischen Museum und am Bogstad Campingplatz, über den wir gestern noch als Alternative geredet haben.

 

Der Verkehr ist für einen Freitag früh sehr gering. In Bremen würden wir schon mitten im Stau stehen.

 

So ist die E 18 schnell erreicht. Höhe Drammen fahren wir ab von der E 18 in Richtung Kongsberg, Notodden. Herrliche Landschaft, schöne Straßen, viele Kurven, viel Wasser begleiten uns am letzten Tag unserer Norwegenreise.

 

Die Stabkirche Heddal habe ich größer erwartet. Aber ungeachtet der Größe ist sie wirklich wunderschöne. Wir müssen 70 Kronen pro Person Eintritt zahlen.

Gerade mit uns ist auch eine deutsche Reisegruppe eingetroffen. Eine Norwegerin hält einen kleinen Vortrag über die Geschichte der Kirche auf Deutsch und lädt uns herzlich dazu ein. So erfahren wir gleich die Fakten und Hintergründe. Als Dank singt die Reisegruppe ein Kirchenlied. Eine nette Geste der Gruppe.

 

Wir kommen dann noch mit einem älteren Herrn ins Gespräch, der vor 30 Jahren von Bremen „seine Heimat“ nach Stuttgart gezogen ist. Er freut sich über den norddeutschen Klang unserer Sprache.

 

Nach diesem schönen Stopp geht es weiter in Richtung Langesund. Jetzt wird es warm. Wir öffnen unsere Lüftungsschlitze und genießen die Strecke. Noch ein Tankstopp, an dem wir unser letztes Münzgeld loswerden, ein Einkauf bei Rema 1000 und dann ist der kleine Fährhafen erreicht.

 

Wir sind früh dran und stehen nun dort in der Hitze.Nach kurzer Zeit kommen noch andere Mopedfahrer. Die Wartezeit vergeht dann doch recht schnell. Um ca. 13:30 Uhr kommt das große Fährschiff und legt an. Wir verfolgen die Manöver.

Als das Schiff vertäut ist, geht im Heck die Klappe runter und die Autos, Lastwagen und Mopeds verlassen die Fähre. Nachdem alle Fahrzeuge runter sind, werden wir Mopedfahrer aufgefordert als erste auf die Fähre zu fahren.

 

Die Einweisung ist nicht konkret genug, so dass wir im ersten Angang nicht richtig stehen. Jedenfalls kommt ein Lademeister laut schimpfend auf uns zu und zeigt uns wie wir stehen müssen. Nach etwas Geruckel und neu sortieren stehen wir dann wie gewünscht und können die Mopeds festzurren.

 

Claus geht dann schnell nach oben, um uns einen guten Platz zu sichern. Diese Erfahrung, dass man hier schnell sein muss, haben wir ja auf der Hinfahrt schon gemacht. Ich packe noch in Ruhe den Proviant und alles was wir so brauchen in den Rucksack und gehe dann Claus suchen.

 

Claus hat Tisch und Bänke oben im Freien für uns reserviert. Jetzt essen wir erst einmal das Brot mit Käse, um uns zu stärken.

Um viertel vor 15 Uhr legt die Fähre ab. Ein beeindruckendes Schauspiel ist das Wenden der Fähre auf dem Teller in diesem engen Fjord. Damit haben wir nicht gerechnet, dass dies überhaupt möglich ist. Dann beginnt die Fahrt über das Skagerrak bei schönstem Sonnenschein.

 

Nach einer kleinen Schlafpause auf unseren Bänken holen wir uns einen Kaffee. Die 4 ½ Stunden Fahrzeit vergeht recht schnell. Um 19 Uhr stehen wir an den Motorrädern und nehmen die Gurte ab. Erst können/müssen die PKW und LKW vom Schiff. Da wir als erste drauf gekommen sind, werden wir fast als Letzte das Schiff wieder verlassen.

 

In dieser kurzen Zeit kommen wir noch mit einer knuffigen Norwegerin ins Gespräch, die etwas weiter hinter uns mit ihrer Gold Wing steht.

 

Dann sind wir aber auch schon an der Reihe rauszufahren.

Also Helm auf und los. Die kurze Fahrt nach Løkken fahre ich voraus und navigiere uns zum Strandzeltplatz. (Siehe auch Fazit: Adressen - Unterkunft). Wie vorher verabredet fange ich sofort an zu kochen, während Claus das Zelt aufbaut. So sind wir zeitgleich fertig und können noch halbwegs im Hellen unser warmes Essen zu uns nehmen.

 

Damit ist der Tag dann auch bald zu Ende. Morgen geht es über ca. 650 km in einem Rutsch nach Hause.