Blick auf Ljones
Blick auf Ljones

Tag 5 - 03.07.2014 - Preikestolen - Norheimsund - 273 km


Es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt. Es hört sich im Zelt sehr schaurig an und ich male mir die schlechtesten Aussichten für den Tag aus.

 

Morgens um 6:30 Uhr ist es gerade mal trocken. Wir beschließen, diese Gelegenheit zu nutzen und stehen auf.

Die warme Dusche tut gut und weckt die Lebensgeister. Es bleibt trocken und wir packen unsere klammen Sachen ein, frühstücken und sitzen um 8:15 Uhr auf den gepackten Mopeds.

 

Regenzeug haben wir uns vorsichtshalber gleich angezogen. Es kommt aber kein Regen. In Årdal tanken wir schon, da Claus danach mit seinem Handy eine Batteriedoktor-Aufladung starten will.

 

Der nächste Stopp ist die Fähre Hjelmeland-Nesvik. Mein Navi führt mich nur kurz für gefühlte 3 Minuten in die Irre und wir verpassen deswegen gerade die ablegende Fähre um 9:30 Uhr.

Also eine Stunde Aufenthalt, den wir mit einer Tasse Kaffee und dem Ausziehen des Regenzeuges füllen.

 

Mit uns auf der Fähre fahren zwei deutsche Mopedfahrer, die aus Flensburg stammen.

 

In Nesvik angekommen beginnt eine tolle Tour auf der „R13“.

Vorbei am Josnfjord, durch Täler und Schluchten fliegen wir durch die Kurven auf der trockenen Straße.

Die Flensburger immer hinter her. Ca. 20 km vor Røldal mache ich in einem kleinen Ort bei einem Landhandel Pause und wir versorgen uns mit Brot und Käse.

 

Nach der Pause geht es zur Stabkirche von Røldal. Eine beeindruckende kleine und reichlich ausgestaltete Holzkirche, die sich auch durch ihre Wandbemalung auszeichnet. Absolut sehenswert.

 

Nach dieser Besichtigung geht es weiter zum Låtefossen, einem Wasserfall, der als Zwilling aus/von dem Berg geschossen kommt.

Ein schöner Stopp bei Sonnenschein und Fotos und Kaffee.

 

In Odda kaufen wir für unser Abendessen ein. Danach folgt eine Strecke mit 2 langen Tunneln (der erste 11 km und der zweite 10 km). Nach dem ersten Tunnel sind wir vollkommen überrascht, denn es regnet so stark, dass wir uns wieder die Regensachen anziehen müssen. Nach dem zweiten Tunnel scheint wieder die Sonne.

 

Wir fahren auf die letzte Fähre heute von Jondal nach Ljones und haben dann bei gutem Wetter nur noch eine kleine Strecke zu fahren bis Norheimsund.

Dort soll es auf den Oddland Campingplatz gehen.

Erst finden wir den Platz nicht und landen auf dem Tagungsgelände der evangelischen Kirche, wo gerade eine Konferenz zum Bibelandacht mit über 200 Personen abgehalten wird. Dort können wir nicht bleiben und man kann uns auch nicht weiterhelfen.

Mit nochmaliger Suche finden wir Oddland Camping, um dann festzustellen, dass man hier nicht zelten kann. Aber wir bekommen eine Adresse genannt, die wir hinter Norheimsund anfahren.

Hardanger Feriencenter. (Siehe auch Fazit: Adressen - Unterkunft).

 

Der Platz ist in Ordnung und wir bauen auf und kochen ein vorzügliches Currygericht.