Tag 9 - 07.07.2014 - Åndalsnes - Lillehammer - 269 km


Bei stürmischen, richtig warmen Winden, werden wir um viertel vor 7 Uhr wach. Es regnet nicht. Die Wärme ist ungewohnt. Der starke Wind nicht.

 

Nach dem üblichen Procedere sitzen wir um 9 Uhr startklar auf den Mopeds. Die Trollstigen fahren wir nicht noch einmal, obwohl das Wetter jetzt dazu Anlass geben würde. Aber diese Exkursion am Morgen würde uns zu viel Zeit kosten.

 

Wir trösten uns damit, dass wir noch einmal wiederkommen müssen :-) 

 

Mit viel Wind geht es über die E 136 in Richtung Dombås. Die Straße ist gut ausgebaut und lässt sich flott fahren. Auf die Böen müssen wir mächtig aufpassen. Teilweise werden die Mopeds richtig versetzt.

40 km vor Dombås tanken wir und trinken etwas Kaffee. Da Regenwolken voraus zu sehen sind, ziehen wir uns vorsorglich die Regensachen an.

 

Ein paar Kilometer vor Dombås in Lesja biegen wir von der Hauptstraße ab, um über kleinere Nebenstraßen parallel zur E 136 und später E6 weiter zu fahren. 

In Lesja selber sehen wir eine schöne Holzkirche, die wir uns ansehen. Zumindest von außen, da die Kirche nicht geöffnet ist.

 

Die kleinen Straßen machen Spaß und führen uns über Felder, Wiesen und Wälder. Auf einer Wiese sehen wir mehrere Kraniche stehen. Wir wussten gar nicht, dass sie so weit in den Norden ziehen. Auf Elche wird diverse Male hingewiesen, aber natürlich zeigt sich keiner.

So geht es weiter, mal auf Nebenstrecken, mal auf der E 136 oder E 6.

 

Es ist bislang trocken, wer glaubt es denn. So nähern wir uns dem Peer Gynt Veien.

In Vinstra gibt es den ersten Wegweiser, dem unser Navi und damit wir folgen. Erst jetzt gibt es die ersten Regentropfen. Wir fahren den Weg /die Straße bis Gålå.

Kurz hinter Gålå geht der Weg/die Straße wieder einmal über in einen Schotter/Sandweg. Ich frage Claus, ob wir uns das antun wollen. Er hat kein Problem damit und ich habe die Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird wie bei dem letzten Mal auf der Streck vor Grotli, da es nur wenig regnet.

 

So fahren wir los. Die Straße/der Weg ist breiter. Es ist schon rutschig, zumal der Regen zunimmt, wie sollte es auch anders sein. An der Mautstation versuche ich, mit Karte zu bezahlen. Gerade da kommt ein Norweger aus der Gegenrichtung und sagt uns, dass wir doch um die Schranke herumfahren können.

Gesagt - getan, wenn auch nicht so einfach. Aber wir manövrieren die Maschinen außen um die Schranke herum.

 

Weiter geht es auf der Schlickpiste. Der Regen nimmt weiter zu und je höher wir uns bewegen, umso dichter wird der Nebel. Eine wunderschöne Landschaft ist zu erahnen. Anhalten lohnt aber definitiv nicht, da nicht so sehr viel zu sehen ist.

 

Nach ca. 28 Kilometer Schotter/Schlickweg (besonders die abschüssigen und kurvigen Passagen im Nebel waren anspruchsvoll) umkurven wird wieder die Schranke und kommen zur Asphaltstraße. Es regnet immer mehr.

 

In Lillehammer angekommen halten wir bei einem Supermarkt, um einzukaufen. Nach unserem Einkauf stoppen wir am Bäckertresen, um uns noch Kuchen mitzunehmen.

 

Ein Blick nach draußen sagt uns, dass wir den Kuchen mit einem Kaffee besser vor Ort zu uns nehmen sollten, da es draußen jetzt aus Eimern schüttet. Wolkenbruchartig kommt der Regen.

 

Auf den Straße, dem Parkplatz steht das Wasser mindestens 20 cm hoch. Die Menschen flitzen zu ihren Autos. Wir bleiben bei einem und später einem zweiten Kaffee mindestens 1 Stunde hier sitzen.

 

Als der Regen etwas weniger wird, machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz. (Siehe auch Fazit: Adressen - Unterkunft).

Wieder haben wir Glück und können dann tatsächlich im Trockenen aufbauen. Der Platz ist sehr durchnässt und voller Pfützen. Wir finden aber einen guten Standplatz.

 

Erst zum Abendessen, leider vor dem Zubereiten des Essens, schüttet es wieder. So dauert die Zubereitung im Zelt und auch draußen mit dem Grilliput länger als gedacht.

 

Das Essen schmeckt und am Ende des Tages sitzen wir sogar noch etwas unter freiem Himmel.