Zwei Beine, vier Füße auf der Pflasterung des Polarkreises in Rovaniemi
Das obligatorische Bild am Polarkreis

tag 12 - 28.07.2017 - Rovaniemi - Juuma - 235 km


Richtig gutes, sonniges und warmes Wetter

Die Nacht auf dem Zeltplatz in Rovaniemi war sehr unruhig. Eine holländische Gruppe junger Menschen auf einer Straßenrallay für alte und spezielle Autos zum Nordkap, eine Gruppe junger Franzosen und zwei junge deutsche Motorradfahrer machen die Nacht zum Tage und lärmen bis 2:00 Uhr nachts rum.

Sogar mit Ohropax waren diese Geräusche da und haben mir so keine Ruhe gegeben.

 

 

Durch den niedergegangenen Regen war die Nacht sehr dunstig und feucht. 

 

Wieder um kurz nach 7:00 Uhr stehe ich auf und beginne den Tag mit einer Dusche. 

Unser Frühstück nehmen wir im Küchengebäude ein und um kurz nach 9:00 Uhr sitzen wir auf den Mopeds.

Wie rücksichtslos diese jungen Menschen doch sind, zeigt sich auch, als ein Holländer einen Stromgenerator startet und unter einem Höllenlärm mittels einer angeschlossenen Kaffeemaschine seinen Kaffee kocht. Spätestens damit ist für alle die Nacht zu Ende. 

 

Egal. Wir starten in Richtung Weihnachtsmanndorf, um das Foto am Polarkreis zu machen und den Kindern Postkarten zu senden. Selbst Aufkleber für Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark haben wir in einem Sammelaufkleber gekauft. 

 

Nach dem Besuch bei Santa Claus!! geht es dann in Richtung Juuma und als erstes Ziel auf dieser Strecke liegt der Ort Posio

Eine schöne Strecke durch Wald, Feld und an vielen Seen vorbei. Ein erstes Rentier läuft uns unvermittelt über die Straße.

Obacht ist gegeben. In Posio tanken wir und trinken im nahe gelegenen Pentik einen Kaffee.

 

Wie wir erfahren ist „Pentik“ eine mittlerweile finnlandweite Kette für geschmackvolle Keramik, Haushaltsgegenstände und Dekoration. Und der Sitz ist in Posio. 

In Posio kaufen wir auch für die kommenden zwei Tage ein und setzen dann unsere Fahrt fort. Weiter geht es über die 81.

 

Und als ich gerade auf die 40 km Distanz zu Kuusamo hinweisen will, ruft Claus laut : Ein Elch!!

Das große Tier steht am linken Straßenrand und sucht natürlich schnell das Weite, als es unsere  Maschinen kommen hört. Beeindruckend allemal. Und die Erkenntnis: es gibt sie doch! 

 

Wir freuen uns über dieses Erlebnis und fahren aufmerksam weiter.

 

Ein kurzes Stück bis Ruka fahren wir dann noch auf der - Karelien Via -, die wir schon im Süden bei Koli oder Punkarharju als Straße hatten. Dann biegen wir ab auf eine ganz kleine Straße und folgen dieser über 12 km bis Juuma.

Auf dem vorher ausgewählten Campingplatz buchen wir uns nun für zwei Nächte und eine Waschmaschinenfüllung ein.

 

Ich starte sofort mit der Wäsche und dann bauen wir auf. Mücken gibt es und wir müssen uns einsprühen. Der Platz ist wirklich schön.

Nach 1 Stunde ist die Wäsche fertig, das Zelt steht und der Kaffee steht auf dem Tisch. Was will das Herz mehr. 

 

Danach anschließend haben wir unser erstes Bad in einem kalten finnischen See. Es kostet schon Überwindung, ist aber wunderschön. Morgen laufen wir den Bärenwanderweg über 12 km, so der Plan.