Ein Wappen der Samen - ein aufgeständertes Haus für Vorräte - ein Heulager - ein Plakat zu Ausstellung im Siida Museum - ein Holzhaus
Exponate aus dem Siida Museum

tag 16 - 01.08.2017 - Sodankylä - Karigasniemi - 306 km


Kühl, bedeckt, aber trocken

Es ist muckelig warm in unserer Hütte und ich werde wach, weil Claus gerade aufsteht.

Keine Sonne am Himmel, alles grau in grau aber trocken. In bekannter Routine beginnen wir den Tag, rödeln auf und sitzen um 8:50 Uhr auf unseren Motorrädern abreisebereit. Ich habe mich erstmals mit einer langen Unterhose ausgestattet, weil es doch recht frisch ist.

 

An der Rezeption geben wir unseren Schlüssel ab.

Dort kommen wir dann kurz mit einem Deutschen ins Gespräch, der mit seiner Frau zusammen per Rad zum Nordkap will. 

Er erzählt, dass er zuletzt vor 41 Jahren als Student in Finnland war und Rovaniemi damals aus zehn Häusern bestand. Das Land jetzt zu sehen beeindruckt ihn sehr. 

 

Wir starten in Richtung Ivalo.

Nach fast 60 km kommt tatsächlich das Café, bzw. der Souvenir-Shop, an dem ich damals mit Gerd Halt gemacht hatte. Wir halten wieder an und trinken einen Kaffee. Der Inhaber ist sehr freundlich und wir erzählen ein wenig. 

 

Ich rufe noch mal in Karigasniemi an und frage nach einer Hütte. Und jetzt bekomme ich eine Zusage. Welche Freude. So ist auch diese Übernachtung gut geklärt. 

 

Der Rest des Weges bis Ivalo wird lang, da es deutlich abkühlt. Wir wärmen uns in Ivalo in einem Café auf und ziehen unser Winterfutter in die Klamotten bevor wir weiterfahren. 

 

Das ist eine gute Wahl. Bei 11° kühlt man schon schnell aus. 

 

So geht es weiter bis Inari. Die Strecke ist ja nicht weit und in Inari fahren wir zum Siida Museum, welches ich Claus unbedingt zeigen muss.

 

Wir nehmen uns viel Zeit für die Ausstellungen. Claus ist begeistert und kann meine positive Wahrnehmung gut nachvollziehen. 

 

Gegen 14:30 Uhr verlassen wir das Museum und machen uns auf den Weg nach Karigasniemi. Auf der 83 erleben wir ganz viele Straßenbauarbeiten und müssen sehr oft über lange Strecken auf Schotter fahren. Diese Passagen sind manchmal echt blöd und verlängern die Reisezeit. 

 

Aber nach 2 Stunden sind wir in Karigasniemi, tanken voll und fahren zum Zeltplatz.

Uns wird eine gemütliche Hütte zugewiesen. Warm und nett eingerichtet.

 

Wir kaufen noch zu Fuß für den Abend ein und schauen uns die Route für den morgigen Tag an. Morgen fahren wir zum Nordkap!

Und wenn das Wetter sich so hält, dann ist es zwar kalt aber trocken.

Ich freue mich sehr trotz aller Blessuren und Widrigkeiten dorthin zu kommen. 

 

Gleich wird gekocht und der letzte Abend in Finnland mit Rotwein aus dem Alko gefeiert.