Ein Schild über der Straße mit dem Hinweis, dass man Nord-Norwegen verlässt
Adieu Nord-Norwegen

tag 24 - 09.08.2017 - Moskøjen - Melhus - 432 km


Erst noch Regen, dann Trocken, teilweise Sonne

Auch in der Frühe hängt der Himmel noch voller dunkler Regenwolken. So fahren wir direkt in Regenzeug gekleidet los. 

 

Wir benutzen die E6 gehen Süden.

Als ersten Stopp habe ich Laksfossen eingeplant, ein breiter mächtiger Wasserfall, den man schon von der Straße aus sehen kann. Direkt an dem Wasserfall liegt ein Restaurant mit großem Parkplatz. Wir machen von dem Parkplatz aus unsere Fotos und sehen sogar Lachse springen. 

 

Zu uns kommt eine geführte Motorradtour gefahren von dem Anbieter „Feel-Good-Reisen“. Deutsche und Schweizer, die gemeinsam über Finnland zum Nordkap gefahren sind und jetzt ebenfalls auf der Rücktour sind. Ein kurzer Plausch und dann geht es weiter. 

 

Jetzt hört der Regen auf und wir cruisen sehr entspannt die Strecke lang. Wie schon vor fünf Jahren muss ich bei dieser Landschaft an den bayerischen Wald oder das Jura denken. Viel Wald, viel Landwirtschaft, immer wieder Seen und Flüsse. Einfach wunderschön. Da es trocken ist, können wir doch viel sehen und freuen uns darüber. 

 

In Steinkjer tanken wir noch mal und trinken Kaffee und Kuchen. Dann geht es hinter Steinkjer über kleinere Straßen nach Rørvik, um von dort die Fähre nach Flakk zu fahren. 

 

Die Idee für diese Tour hatte der „Cruiser“ (unser Naviprogramm auf dem iPhone) und wir freuen uns über die kleinen Straßen und vor allem, dass wir ein großes Regengebiet, das zwischen Verdal und Trondheim hängt umfahren.

 

Und mit der Fähre nach Flakk zu fahren, wo ich vor fünf Jahren gecampt habe, ist doch auch lustig. Von Flakk aus geht es schnell zum Campingplatz in Øysand

 

Ich hatte in meiner Planung einen anderen Campingplatz ausgesucht. Zum Glück haben wir am Abend zuvor recherchiert und festgestellt, dass er dauerhaft geschlossen hat. Also musste eine Alternative her und wir haben uns für den Campingplatz Øysand entschieden. 

 

Schon beim Rauffahren konnte man den desolaten Zustand erahnen. Und mit der Hütte, den Sanitäranlagen usw. wurde alles bestätigt. Schlimmer konnte es nicht kommen! Das Vorhaben, Wäsche zu waschen wurde zur Odyssee, die mich bis 22:00 Uhr in Trab gehalten hat.

 

Also absolut nicht empfehlenswert. Selbst das Schreiben des Tagebuches bleibt am diesem Tag auf der Strecke und muss morgen nachgeholt werden. 

 

Morgen geht es über Kristiansund zum Atlantikweg und dann nach Åndalsnes. Die Hütte dort ist gebucht. Das ist doch eine gute Aussicht.