Eine weite Landschaft mit vielen Wasserflächen - zu sehen vom Berg Koli in Richtung russische Grenze
Blick vom Berg Koli zur russischen Grenze

tag 4 - 20.07.2017 - Karvio - Punkaharju - 394 km


Meist trocken, Wolken + Sonne, erst zum Nachmittag Regen

Um 7:00 Uhr werden wir in der kuschelig warmen Hütte wach. Erst gehe ich duschen und Claus räumt schon mal etwas und setzt das Wasser für das Frühstück auf. Dann wechseln wir. Als Claus vom Duschen zurück kommt ist das Frühstück fertig. 

 

Fertig gepackt sitzen wir um 9:00 Uhr auf den Mopeds und starten unsere Tour für diesen Tag.

Die Sonne scheint und die Strecke führt uns über schöne Straßen durch unzählige Wälder und Seen. Teilweise tauchen jetzt auch landwirtschaftlich genutzte Flächen auf. 

 

Den Zugang zum Berg Koli finden wir nicht auf Anhieb, da meine Tourenplanung uns erst einmal auf eine Rundtour auf der dortigen Halbinsel führt.

Also runter vom Asphalt auf fest gefahrene Sand-/Schotterpiste locker im 3. Gang bei Tempo 30.

Erst nach dieser ca. 15 km langen Runde finden wir den Zugang zum Berg Koli und fahren bis zum obersten Parkplatz. Die Serpentinen teilen wir uns unter anderem auch mit Skilangläufern, die jetzt mit Skiern auf Rollen die Höhe erklimmen oder in der Abfahrt diesen Berg auf der Straße herunterschießen. Also Aufgepasst!

 

Wir parken die Motorräder und schließen die Helme an. Dann erklimmen wir über einige Treppen hinweg die Bergkuppel. Es eröffnet sich ein wunderschöner Blick in die Richtung der russischen Grenze. Weite Seenplatten, Waldgebiete und schönste Landschaften liegen unter uns. Der Aufstieg auf diesen Berg ist sehr lohnenswert!

Wir genießen diesen Ausblick und trinken dann noch einen Kaffee und essen ein Stück Kuchen im nahe gelegenen Informationszentrum. Der Kuchen in Finnland ist eine schlichte Katastrophe. Da sind wir durch Irland und auch Schottland doch sehr verwöhnt.

 

Bei immer noch bestem Wetter gehe es weiter auf unserer Tour. Die von mir ausgesuchte kleine Straße am Rande eines Sees ist wieder eine Sand-/Schotterpiste, die nur bei geringer Geschwindigkeit und lockerer Haltung zu meistern ist. In Summe aber führt sie uns durch wunderschöne Wälder, in denen ich permanent nach Elchen Ausschau halte.

 

Kurz vor Joensuu ereilt uns dann noch eine Baustelle. In Joensuu muss ich tanken und wir machen in einem großen Supermarkt auch einen Einkaufs- und Kaffeestopp.

Schon beim Reingehen sehen wir Gewitterwolken und Blitze am Himmel kommen. Diese veranlassen uns, vor der Weiterfahrt das Regenzeug komplett anzuziehen. Und das war vollkommen richtig. Wir kommen bei der Weiterfahrt in heftigste Regenfälle hinein.

 

Erst gegen 18:00 Uhr erreichen wir beide müde und hungrig den Campingplatz in Punkaharju (es ist nicht der schönste Campingplatz der Welt!).

Wir mieten wieder eine Hütte. Uns wird nun eine Hütte für 42 € plus 5 € Reinigung angeboten. Sie stellt sich als Minihütte heraus. Wir kochen im Servicegebäude und verbringen den Abend auf der Miniterrasse der Hütte.

Es regnet immer wieder, so dass ich mich über die Hütte dennoch freue.