Rentiere
Ein Foto vom Foto im Samenmuseum Siida

TAG 11 - 07.06.2012 - SODANKYLÄ - KARIGASNIEMI - 297 km


Früh bin ich wieder wach. Die Hütte ist warm und die Nacht war gut.

 

Nach dem Duschen stellen wir fest, dass keiner den Schlüssel der Hütte mitgenommen hat.

In Flip-Flops und nicht warm gekleidet, stehe ich vor der Hütte und komme nicht rein. Gerd ist zum Glück wärmer angezogen. Er marschiert zur Rezeption, um sich die Notfall-Telefonnummern zu notieren.

Natürlich haben wir kein Handy mit zum Duschen genommen.

 

Ich gehe derweil in den Aufenthaltsraum und koche mir einen Tee. An die Küchenutensilien im rechten Koffer komme ich zum Glück ran.

Meine Füße sind Eisklötze und ich friere. Nach ca. einer ¾- Stunde helfen uns die Hüttennachbarn mit einem Handy aus. Gerd erreicht den zuständigen Menschen und nach nochmal einer ½ Stunde bekommen wir einen 2. Schlüssel.

 

Jetzt frühstücken und packen wir. Wie ziehen uns heute von Anfang an Regenzeug an. Dies erweist sich auch als richtig, denn schon nach kurzer Zeit fängt es wieder an zu regnen. Wir fahren in Richtung Inari. Uns begegnen jetzt viele Rentiere und wir machen die ersten Fotos von ihnen.

 

Mit einzelnen Pausen erreichen wir Inari so gegen 14 Uhr. Wir besuchen dort das Samenmuseum „Siida“. Eine beeindruckende Ausstellung über die Samen und sehr empfehlenswert. (Adresse siehe Fazit – Adressen).

 

Nach einer guten Stunde im Warmen beschließen wir, weiter zur norwegischen Grenze zu fahren. Direkt vor der Grenze in Karigasniemi wollen wir für die Nacht eine Hütte mieten.

 

Die Landschaft wird kärger, viel Wasser, Moosflechten, kleine Bäume (Birken) und oft eine schnurgerade Straße, die sich in Wellen hoch und runter durch die Landschaft zieht.

Wieder gibt es viele Rentiere. Einmal bin ich nicht aufmerksam und knattere an 2 Tieren am Straßenrand vorbei – Glück gehabt.

 

Die Hütte auf dem Zeltplatz ist urgemütlich und warm. Eine besonders schöne Unterkunft, die ich wärmstens weiterempfehlen kann (Fazit – Adressen).

 

Wir sind hochzufrieden und kochen heute Abend wieder selber. Nebenbei wird noch die Wäsche gewaschen und die Zelte werden zum Trocknen unter dem Vordach aufgehängt.

 

Alles ist gut und morgen geht es zum Nordkap.