Hütte im Schnee
Und immer wieder richtig viel Schnee

Tag 18 - 14.06.2012 - Mo I Rana - Trondheim - 499 km


Ich habe bis nach 6 Uhr fast in einem Rutsch durchgeschlafen. Das war auch bitter nötig.

 

Heute geht es nach Trondheim zu den Motorradwerkstätten.

Wir fahren bei milden 10° los. Natürlich wie immer erst einmal ohne Regensachen.

 

Die Route führt heute ausschließlich über die E6. Bald am Anfang müssen wir einer Umleitung folgen, da der Tunnel repariert wird. Diese Strecke mit zusätzlichen 15 km führt uns wieder über die Berge, die der Tunnel sonst unterfahren hätte. Wir klettern mit dem Moped hoch und kommen erneut in den Schnee. Ich halte an, da ich uns schon die ganze Zeit mit Selbstauslöser im Schnee fotografieren will.

Während wir das Foto machen, fährt hinter uns ein Norweger mit einem Snowmobil (!) in die Berge. Wir glauben, dass wir träumen, so bizarr ist die Situation.

 

Kurz darauf fängt es wieder an zu regnen. Also in die Regenklamotten steigen und weiter. Der Regen bleibt fast den ganzen Tag, erst am späten Nachmittag wird es trocken.

 

Die Landschaft ist wundervoll, keine Fjorde mehr, aber viele Seen. Ein bisschen wie in Bayern oder im Alpenvorland. Die Höfe werden größer, es wird Landwirtschaft betrieben. Sattes Grün wohin man schaut.

 

Im Regen entdecke ich einen breiten Wasserfall und halte an.

 

Am Morgen noch hatten uns beide Navis für die Strecke 100 km weniger ausgerechnet.

Wir können nicht ergründen warum, haben uns aber immer über die Straßenschilder gewundert.

 

Jetzt steht fest, dass wir mindestens 500 km fahren müssen. Bis Steinkjer ist die Tour wunderbar. Dann kommt viel Verkehr auf und die Straße bis Trondheim ist nicht mehr so schön zu fahren.

 

Ich bin die ganze Zeit heute vorweg gefahren. Mit Genuss fahre ich heute mein Tempo.

 

In Trondheim mache ich das Navi aus und lotse uns anhand der Straßenschilder durch die Stadt.

 

Eine wunderschöne Stadt.

Ich genieße es, direkt dadurch zu fahren (Gerd mag so eine Stadtfahrt nicht so gerne).

 

In Trondheim gibt es übrigens einen Tunnel, der einen Kreisverkehr beherbergt – irre.

 

Hinter Trondheim finden wir einen sonnigen Zeltplatz (Flakk Camping), der leider keine Hütten mehr frei hat. Also zelten wir. Hoffentlich wird die Nacht nicht zu kalt.

 

Es weht ein strammer Wind und wir beschließen den Tag auch recht zeitig, um uns in den Zelten davor zu schützen.