Gižai Litauen, Kirche
Rast in Gižai an der Kirche

TAG 4 - 31.05.2012 - SULWALKI - NIDA - 391 km


Die Nacht war rattenkalt und ich werde früh wach.

Ich habe gefroren ohne Ende. Schade, dass ich mir keinen wärmeren Schlafsack gekauft habe.

Und dann leider kein warmes Wasser für eine Dusche. Also mache ich eine Katzenwäsche.

 

Die Sonne scheint und der Wind hat nachgelassen, ich wärme mich in der Sonne bei dem Sitzplatz neben meinem Zelt auf. Frühstück gibt es hier um 7.30 Uhr. Bis dahin wird das Zelt abgebaut und das Moped gepackt. Alles ist reisefertig als wir zum Frühstück gehen können.

 

Um 8.20 Uhr können wir dann nach einem ausgiebigen Frühstück mit Rührei losfahren.

 

Der Service auf diesem Zeltplatz ist sehr empfehlenswert. (Adresse siehe Fazit - Adressen).

 

Die Fahrt aus Suwalki verläuft ohne Probleme. Die Landschaft ist schön und wird vor allem einsamer.

Kurz nach der Grenze zu Litauen hält Gerd in einem kleinen Ort (Gižai) an der Straße. Ich schlage vor, zur Kirche zu fahren und dort machen wir Rast.

 

Danach spinnt Gerd`s Navi mal wieder und wir landen über einen langen Sandweg im "Nichts".

Es ist schon lustig für die Menschen am Weg, die uns mit großem Erstaunen vorbeifahren sehen und genau wissen, dass sie uns noch ein zweites Mal auf der Rücktour sehen werden.

Das Outdoortraining für den Morgen haben wir also erst einmal erledigt.

 

Im Anschluss klappt alles mit der vorbereiteten Tour.

 

Wunderschöne Landschaft zieht vorbei, unzählige Storchennester, ein Reh am Seitenrand, das zum Glück wieder zurück in den Wald läuft.

Eine ruhige und doch auch ärmliche Gegend. Einfache, alte Holzhäuser in denen die Menschen hier leben, Frauen auf großen Feldern jäten mit der Hand, Ochsenfuhrwerke und Pferdekutschen begegnen uns.

 

Erst Klaipeda zeigt sich sehr wohlhabend.

Hochhäuser in modernen Silhouetten, tolle Villen, eine schön restaurierte Altstadt – einfach eine moderne Großstadt, die wir auf der Suche nach einem Geldautomaten wahrnehmen können.

 

Mit der Fähre fahren wir auf die Kurische Nehrung nach Nida bis kurz vor die russische Grenze. Von der Fähre eine ca. 50 km lange Strecke, die uns fast ausschließlich durch Kiefernwälder führt. Die Straße ist wunderbar ausgebaut und mit leichten Kurven und Erhebungen versehen. Ab uns zu kann man auch einen Blick auf die Ostsee oder Nehrung erhaschen. Man muss übrigens eine Gebühr entrichten für die Fahrt auf der Kurischen Nehrung.

Wieder haben wir etwas Mühe beim Auffinden des Zeltplatzes, aber dann gelingt es.

 

Wir haben durch den Wechsel der Zeitzone eine Stunde verloren.

Der Zeltplatz ist riesig mit diversen Stellplätzen unter den Kiefern. Als wir hier eintreffen, ist es aber noch sehr ruhig, da wir merklich in der Vorsaison unterwegs sind.

Auf dem Zeltplatz gibt es ein Restaurant, in dem wir sehr gut und günstig essen können.

 

Wir besprechen beim Essen noch die nächsten Touren.

Am 02. Juni haben wir uns in Tampere (Finnland) mit meinem Mann Claus verabredet. Er kommt dort mit dem Flugzeug an, da wir in Tampere unsere finnische Freundin Rosa treffen wollen. Das Ziel ist aber auch zeitlich für uns gut zu schaffen. Daher wollen wir morgen nur bis Riga fahren, um uns diese Stadt anzusehen.

 

Die Stimmung ist ausgezeichnet und um kurz nach 10 Uhr falle ich müde in den Schlafsack.

 

PS

In Suwalki soll es in der Nacht gefroren haben. Der Besitzer erzählte Gerd am Morgen, dass alles weiß überfroren gewesen sei. Kein Wunder, dass ich so gefroren habe :-))