Dachlandschaft von Tallinn
Die Dächer von Tallinn

TAG 6 - 02.06.2012 - RIGA - TALLINN - 309 km


Es regnet die Nacht durch.

 

Ich kann schlecht einschlafen, da sich der Wachmann laut unterhält.

Dann kommen noch grölende Zeltplatzgäste. Es ist wieder kalt und ich ziehe mich wärmer an im Schlafsack.

 

Am Morgen bin ich um kurz nach 5 Uhr wach, weil Krähen sich die Abfallreste vom Platz holen und dabei einen Riesenradau machen.

Es regnet jetzt nicht mehr. Der Himmel ist aber wolkenverhangen und grau, und es ist kalt.

 

Ich stehe auf, da mich der Gedanke treibt, die Sachen einzupacken, ohne nass zu werden. Ohne Dusche mache ich mich an die Arbeit. Gerd ist immer früh wach und kommt gerade vom Duschen. Um 7.15 Uhr starten wir nach Tallinn.

 

Gefrühstückt wird wieder unterwegs, nachdem wir Riga hinter uns gelassen haben.

 

Es ist nicht einfach, eine Tankstelle zu finden. Wir nehmen dann eine, bei der man im Vorwege mit der Karte zahlen muss. Wir müssen also abschätzen, wie viel in den Tank passt.

 

Wir haben uns dick angezogen. Sogar Regenzeug, da es nur 8 Grad ist und ein extrem kräftiger Wind bläst.

 

Schnell erreichen wir Estland.

Kurz vor der Grenze verläuft die Straße ganz dicht an der Ostsee. Kitesurfer beobachten wir während einer Pause am Strand.

Es stürmt mächtig.

 

Die Landschaft in Estland erinnert mich an Schweden.

Hier sehen wir auch ein erstes Warnschild vor Elchen.

 

Wir frieren trotz der vielen Schichten und wärmen uns noch einmal in einer Tankstelle auf.

Die Straßen sind gut und meist schnurgerade. Die Stimmung ist aufgrund des Wetters nicht so toll.

 

Tallinn erreichen wir schon gegen 14 Uhr.

Wir fahren direkt zum Fähranleger und kaufen ein Ticket für den nächsten Tag um 10.30 Uhr. Vor dem Ticketcenter liegt ein Hotel und ich schlage vor, für die Nacht zwei Hotelzimmer zu nehmen. Eine Werbung verspricht Zimmer für 29 €.

 

Wir tauschen daraufhin das Fährticket auf eine frühere Abfahrtszeit um 7.30 Uhr. Auf einmal kostet das Ticket nur noch 64 € (vorher 126 €).

Die Angestellte hat Mühe, die getätigte Kartenzahlung zu stornieren. Sie bekommt es dann aber doch mit Hilfe ihrer Kolleginnen hin.

 

Mit den neuen Tickets gehen wir zum Hotel. Natürlich gibt es jetzt nur Zimmer für 60 €. Egal, wir bleiben dabei. Für nochmal 7 € können wir die Mopeds in die Hotelgarage stellen.

 

Die Zimmer sind absolut in Ordnung. Ich genieße die warme Dusche und treffe mich dann mit Gerd zum „Landgang“.

 

Wir erkunden die Altstadt von Tallinn. Es bleibt die ganze Zeit trocken, manchmal kommt sogar die Sonne hervor. Nur der Wind bläst weiterhin grausam weiter.

 

Tallinn ist sehr schön. Nach einem guten Abendessen in einem Restaurant gehen wir zurück zu Hotel. Jeder hat jetzt noch etwas Zeit für sich. Und morgen geht es dann auf die Fähre nach Helsinki.