Fähre Tallinn Helsinki, rotes Häuschen am Strand
Die Überfahrt mit der Fähre nach Helsinki und das erste rote Häuschen am Strand in Finnland

TAG 7 - 03.06.2012 - TALLINN - TAMPERE - 183 km


Ich habe wunderbar geschlafen – warm und weich in dem Hotelbett.

Um 6 Uhr treffe ich mich mit Gerd in der Hotellobby.

 

Kurz zuvor ist eine Frau mit 2 Hunden aus dem Hotel gegangen. Die Hunde trugen Regenkleidung, die an allen 4 Beinen geschlossen war – eine verrückte Montur. Gerd bekommt die Hunde auch noch zu sehen, als sie zurückkommen.

 

Das Einschiffen auf der Fähre klappt problemlos.

Wir wuchten zu zweit jedes Motorrad auf den Hauptständer. Über beide Mopeds legt der Verzurrmeister einen langen Zurrgurt und wir können gerade noch ein Handtuch und meinen Nierengurt zwischen Sitz und Gurt schieben.

 

Mit dem Frühstückspaket aus dem Hotel gehen wir in der Fähre nach oben und frühstücken. Die Fahrt ist ruhig. Ich hatte es rauer erwartet, aber die großen Wellen bleiben aus.

 

2 Stunden dauert die Fahrt nach Helsinki, dann werden wir aufgefordert, nach unten zu gehen. Es ist kalt und bewölkt, aber trocken. In Tallinn hatten wir 7 Grad.

 

Von der Fähre runter entsteht ein Stau. Jeder, der mit einem Fahrzeug von der Fähre kommt, muss pusten (wir auch). Anscheinend fahren viele Finnen am Wochenende nach Tallinn, um sich dort am Alkohol zu laben.

 

Aus Helsinki heraus und bis zum Hotel in Tampere navigiere ich. Der Verkehr ist ruhiger und entspannter. Alle halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Entschleunigung pur nach den doch teilweise verrückten Autofahrern seit Polen.

 

Der erste Teil der Strecke führt uns über die Autobahn, der zweite dann aber wieder über Landstraßen. Viel Wald, Landwirtschaft und vor allem ganz viel Wasser begleitet uns auf der Strecke. Ein bisschen wie die holsteinische Schweiz nur mit deutlich mehr Seen.

 

Die Landschaft gefällt mir auf Anhieb.

 

Wir sind wieder dick eingemummelt und erreichen so das Hotel um 12.30 Uhr.

 

Ich rufe Claus an und 10 Minuten später ist er da. Die Wiedersehensfreude ist groß

Claus hat von Bremen aus schon Zimmer in einem Hotel in Tampere gebucht.

Die Motorräder kommen wieder in die Hotelgarage, über die Maschinen breiten wir die Zelte zum Trocknen aus, die seit Riga verpackt waren.

 

Dann ziehen wir uns um und gehen gegenüber vom Hotel in eine gemütliche Cafebar, um Kaffee zu trinken und leckeren Kuchen zu essen.

Wir haben viel zu erzählen. Rosa (unsere finnische Freundin) kommt um 15 Uhr dazu und wir machen eine gemeinsame Besichtigungstour zu Fuß durch Tampere.

 

Abends essen wir gemeinsam (zum ersten Mal Renfleisch) und dann verabschiedet sich Rosa. Wir haben viel erzählt und voreinander erfahren.

 

Wir drei gehen noch auf einen Absacker in eine Brauerei und reden weiter.